Coco Lores auf der re:publica 09

by Iris M. Becker on 6. April 2009

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Zurück aus Berlin, blicke ich auf drei Tage re:publica Berlin zurück. Es war mein erstes Mal auf der jährlich wachsenden Konferenz rund um das Thema Web 2.0. Ich möchte auch gar nicht viel darüber schreiben, sondern eine kurzen Eindruck der letzten, schönen Tage wiedergeben.

Der Veranstaltungsort Friedrichstadtpalast in Kombination mit der nebenan liegenden Kalkscheune fand ich eine gute Wahl. Ersteres war beeindruckend, letzteres leider manchmal etwas zu klein, dafür gemütlich und übersichtlich (zumindest, wenn man erstmal den Plan raus hatte).

Und damit kommen wir schon zu meinem Hauptkritikpunkt, dem Plan: War es im Vorfeld schon eher spärlich, was es an Informationen zu den Vorträgen auf der re.publica Website gab, so verwirrte der Plan noch mehr. Eine aufklappbare, chronologische Übersicht ist vom Ansatz eine gute Idee. Wollte man aber Informationen zu den Rednern haben, musste man vom Übersichtsplan zum alphabetischen Verzeichnis “falten”, um erst die Personen ausfindig zu machen und dann anschließend im Begleitheft die Hintergründe zu ihnen nachzulesen. Hört sich kompliziert an? War es auch.

Die relativ knappen Infos zu den Vorträgen selber hatten eine unangenehme Nebenwirkung. Entweder befand man sich in einer Veranstaltung, bei der man merkte, dass sie nicht das ist, was sie zu sein schien oder man hatte viele Leute dort, denen es so ging. Ergebnis war ein störendes Rein und Raus, wobei mir insbesondere die Vortrag haltenden dabei leid taten. Leid taten mir diese auch, wenn eine Twitterwand im Hintergrund lief. Warum dass ein störendes Element ist, beschreibt Marius von Brainbirds.com treffend. Die Twitterwand zur #rp09 selber zu verfolgen via iPhone oder Netbook ist trotzdem eine schöne Angelegenheit. Und hiermit wären wir bei den vielen Netbooks, die ich gesehen habe… meinte ich doch bisher, das bräuchte ich nicht, wurde mein Verlangen danach auf der der re:publica immer stärker. Wäre jemand mit einem Netbook-Bauchladen herumgelaufen, ich hätte zugegriffen. Zum Glück gab es die netten Jungs vom magentafarbenem Mobilfunkunternehmen, die tageweise das neue Android Google Handy verliehen haben.

Nun noch was zu den Vorträgen: nicht wirklich viel neues, trotzdem einige überraschende Workshops. Insbesondere der am letzten Tag stattfindende Vortrag von Sebastian Deterding über persuasives Webdesign war für mich die komplette Reise wert: windschnittig, amüsant und informativ. Ich weiß nun, was persuasives Design ist und vielleicht werden wir mal versuchen, es in eine Kollektion einzubauen.

Bei der ersten Abendveranstaltung re:search – Deutschland sucht wurde ich übrigens auf ein Gimmick im Netz aufmerksam gemacht, welches ich noch nicht kannte: Literal Versions von Musikclips. Dabei werden bei Videoclips die Texte gesungen, die beschrieben, was tatsächlich in dem Video geschieht. mein Favourit ist ganz klar “under the Bridge” von den Red Hot Chili Peppers, aber auch A-HA mit “Take on me” ist großartig.

Ein Anliegen an die Konferenz habe ich noch: leider konnte ich dem einzigen Vortrag, wo Modebloggerin Julia von Les Mads , dabei war, nicht beiwohnen. Einen Rückblick dazu findet man auf dem Blog von lalila.
Insgesamt gab es für meinen Geschmack zu wenig Beiträge zum Thema Mode, Kunst, Fotografie, Musik und auch Lifestyle. Vielleicht gibt es da nächstes Jahr mehr Platz für.

Schön war auch die Abschlussparty, an der wir endlich den “Poken “-Dealer gefunden haben. Der Poken ist ein optisch an eine Tamagotchi erinnerndes Gadget, mit dem man über einen Sensor seine Profile im sozialen Netzwerk auf ein anderes Poken übertragen kann. Mit einem kleinen USB-Anschluss kann man diese später auf den Rechner ziehen und unter seinen Kontakten speichern. Die Visitenkarten werden diese kleinen Viecher sicherlich nicht ersetzen und ich wüsste gerade nicht, wer außer mir und Marius in Frankfurt einen Poken hat, aber sie sind so süß.

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Liebe re:publica, danke für die guten drei Tage und die Organisation eines solchen großen Events. Wachse weiter so erfolgreich,ergänze Dein Angebot mit mehr Kunst- und Lifestyle-Themen und lade noch mehr Leute ein, die zu spannenden Diskussionen anregen. Wir kommen wieder, keine Frage!

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